Historie

  Autobild 1991
40 Jahre deutsche Autogeschichte im Rückblick
31. Folge:                                                   1980   Audi Quattro

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 Artikel in der Zeitschrift  hobby vom 3.3.1980

Hobby 03.03.1980 Hobby 03.03.1980

 Artikel in der Zeitschrift  rallye racing vom März 1980

Rallye Racing 03.1980 Rallye Racing 03.1980 Rallye Racing 03.1980 Rallye Racing 03.1980

 Artikel in der  Auto Zeitung vom 09.01.1980

Auto Zeitung 09.01.1980 Auto Zeitung 09.01.1980 Auto Zeitung 09.01.1980 Auto Zeitung 09.01.1980
Auto Zeitung 09.01.1980 Auto Zeitung 09.01.1980 Auto Zeitung 09.01.1980

 Artikel in der Zeitschrift   auto motor sport  vom 25.2.1981

Auto Motor Sport 25.02.1981 Auto Motor Sport 25.02.1981 Auto Motor Sport 25.02.1981 Auto Motor Sport 25.02.1981
Auto Motor Sport 25.02.1981 Auto Motor Sport 25.02.1981 Auto Motor Sport 25.02.1981 Auto Motor Sport 25.02.1981 Auto Motor Sport 25.02.1981
Auto Motor Sport 25.02.1981 Auto Motor Sport 25.02.1981 Auto Motor Sport 25.02.1981 Auto Motor Sport 25.02.1981 Auto Motor Sport 25.02.1981 Auto Motor Sport 25.02.1981 Auto Motor Sport 25.02.1981
Auto Motor Sport 25.02.1981

Die Entstehungsgeschichte

Manchmal kommen die besten Ideen in den unmöglichsten Augenblicken. So dürfte das Herumgekurve mit einem Geländewagen im tiefsten finnischen Winter allgemein nicht zu den innovationsträchtigen Szenarien gehören-und doch war eine solche Situation die Geburtsstunde für einen Meilenstein der Automobilgeschichte. Wenige Jahre später stand er dann im Rampenlicht: Der Audi Quattro. Laut Legende war es einer jener eisigen Tage im Jahr 1976, die für Testfahrer zum Berufsalltag gehören: Neue Audi-Modelle sollten unter arktischen Bedingungen in Finnland ihr Können zeigen.Weil immer etwas schief gehen kann, hatten die Audi Tester neben ihren Versuchsmobilen auch einen Volkswagen-Geländewagen vom Typ Iltis dabei. Während man neue Limousinen testete, fiel Audi Mann Jörg Bensinger auf, dass das spartanische Servicmobil bei schlechten Wetterbedingungen den übrigen Fahrzeugen haushoch überlegen war.Nun mag dies auf Anhieb nicht überraschend erscheinen. Doch wie so oft führte eine Kette von Umständen zur Umsetzung einer neuen Idee. Schliesslich gab es bei Audi einen Entwicklungschef, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, der Marke den “Vorsprung durch Technik” zu sichern: der heutige VW-Chef Ferdinand Piech. Nach seiner Rückkehr schilderte Bensinger Piech die Testeindrücke die Idee für einen Allrad Prototypen war geboren. Im Januar 1978 kam es zur ersten Bewährungsprobe. Die Entwickler trafen sich mit den Konzernherrn an der Turracher Höhe, dem steilsten Pass Europas. Unter härtesten Winterbedingungen überzeugte der Prototyp, bewältigte mit Sommerreifen und ohne Schneeketten problemlos die Steigung. Die endgültigen Weihen erhielt das Projekt 1979. Der finnische Rally Profi Hannu Mikkola unternahm eine Probefahrt im nun Audi quattro genannten Auto. Er erklärt sich bereit, damit bei einer Rallye anzutreten. Vorher jedoch musste man sich um die Präsentation der Zivilversion kümmern. Sie fand 1980 auf dem Automobilsalon in Genf statt. Was dort zu sehen war, wirkte auf den ersten Blick bekannt. Das später Urquattro genannte Auto basierte auf dem Audi Coupe. Um die Spitzenposition im Programm zu dokumentieren, erhielt der quattro verbreiterte Kotflügel und einen tiefergezogen Frontspoiler. Als Antrieb kam ein Fünfzylinder Motor zum Einsatz. Mit 2144 Kubikzentimetern Hubraum, Turbolader und Ladeluftkühlung leistete das Aggregat 200 PS. So stemmte sich der Allradler in nur 7,1 Sekunden auf Tempo 100, erst bei rund 220 Stundenkilometern war Schluss. Das eigentlich Wichtige waren aber die Vorteile der vier angetriebenen Räder. Wenn vier statt nur zwei Räder die Kraft auf den Boden bringen, hat dies Vorteile bei glatter oder verschmutzter Fahrbahn, Kurven werden stabiler und schneller umrundet, weil die Antriebskraft besser verteilt ist. Einerseits entstand so der gute Ruf des ersten in Grossserie gebauten Sportwagens mit Allradantrieb, anderseits sollte sich zeigen, dass auch ein quattro die Naturgesetze nicht überlisten kann. Zunächst freute sich mancher quattro Lenker über die gewonnenen Möglichkeiten. Wer jedoch glaubte sie immer weiter ausreizen zu müssen, machte irgendwann die schmerzliche Erfahrung, dass selbst beste Kurveneigenschaften einmal in einem Abflug enden können. Mit echten Könnern hinterm Lenkrad konnte Audi jedoch unter Beweis stellen, wie überlegen das quattro Prinzip ist. Auf den Rallyestrecken fuhren die Ingolstädter die Konkurrenz in Grund und Boden.1983 setzte Audis Sportabteilung der Urquattro Geschichte das Glanzlicht auf, den Sport quattro. Der um 30 Zentimeter verkürzte Extremsportler war als Basis künftiger Rallyemobile gedacht. Um die Wendigkeit zu verbessern, wurde der Radstand um glatte 30 Zentimeter verkürzt. Der Ganzalumotor leistete 300 PS und beschleunigte in 4,9 Sekunden auf Tempo 100, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Nur 214 der Autos wurden bis 1984 gebaut-zum sagenhaften Stückpreis von 195000 Mark. Schon der Urquattro ging nicht gerade als Sonderangebot durch. Während es das herkömmliche Audi Coupe ab 19000 Mark gab, kostete der quattro 1980 stolze 49900 Mark, 1984 waren es bereit 75920 Mark. All das hinderte quattro Fans nicht, Kaufverträge zu unterzeichnen. Obwohl anfangs nur 400 Autos geplant waren, wurden bis Produktionsende 1991, 11452 Stück gebaut. Damit wurde der Urquattro zum am längsten gebauten Auto der Audi Geschichte. 1989 wurde dem quattro noch eine Vierventil Maschine mit 220 PS spendiert. Neuerliche Preiserhöhungen führten aber zu einem Erkalten der quattro Liebe. 96200 Mark kostete der quattro zum Produktionsende am 17. Mai 1991.

Modellübersicht

Modellübersicht
Urquattro

Fahrgestellnummern

Fahrgestellnummern
Urquattro

Farbkombinationen

Farbkombinationen
Urquattro

Der Quattro-Mittelmotortyp

Getriebekennbuchstaben

Getriebekennbuchstaben
Urquattro

Motorkennbuchstaben

Motorkennbuchstaben
Urquattro

Motornummernübersicht

Motornummernübersicht
Urquattro

Parallel zur Optimierung des S1 plante Audi die Entwicklung  eines völlig neuen Autos mit variabelem Allradantrieb und Mittelmotor. Da dieses Auto aber im krassen Gegensatz zur  propagierten Philosophie der Seriennähe stand, wurde das    Projekt zunächst streng geheim gehalten. Im März 1985 wurde Audi allerdings bei geheimen Tests in Admont / Österreich von einem Fotografen der Grazer Zeitung erwischt, der gleich ganze Serien des Erlkönigs schoss. Audi versuchte die Fotos um jeden Preis exclusiv anzukaufen, der Fotograf blieb aber standhaft und die Fotos erschienen in allen Fachblättern und Tageszeitungen.

Prototyp

Audi Quattro - Motorsporteinsätze 1981 - 1996

Rallyeweltmeisterschaft 1981

 

3. Mikkola / Hertz

Audi quattro

8. Mouton / Pons

Audi quattro

Rallyeweltmeisterschaft 1982

 

2. Mouton / Pons

Audi quattro

3. Mikkola / Hertz

Audi quattro

4. Blomqvist / Cederberg

Audi quattro

Rallyeweltmeisterschaft 1983

 

1. Mikkola / Hertz

Audi quattro

4. Blomqvist / Cederberg20

Audi quattro

5. Mouton / Pons

Audi quattro

Pikes Peak 1984

 

    Mouton

Audi Sport quattro

Rallyeweltmeisterschaft 1984

 

1. Blomqvist /Cederberg

Audi quattro

2. Mikkola / Hertz

Audi quattro

11. Röhrl / Geistdörfer

Audi quattro

12. Mouton / Pons

Audi quattro

Rallyeweltmeisterschaft 1985

 

2. Blomqvist / Cederberg

Audi Sport quattro

3. Röhrl / Geistdörfer

Audi Sport quattro

Pikes Peak 1985

 

1. Mouton

Audi Sport quattro S1

Rallyeweltmeisterschaft 1986

 

    Röhrl /Geistdörfer

Audi Sport quattro S1

    Mikkola /Hertz

Audi Sport quattro S1

Pikes Peak 1986

 

1. Bobby Unser

Audi Sport quattro S1

Rallyeweltmeisterschaft 1987

 

8. Mikkola / Hertz

Audi 200 quattro

11. Röhrl / Geistdörfer

Audi 200 quattro

Pikes Peak 1987

 

1. Röhrl

Audi Sport quattro S1

TransAm USA 1988

 

1. Haywood

Audi 200 quattro

2. Stuck

Audi 200 quattro

IMSA GTO USA 1989

 

3. Stuck

Audi 90 quattro GTO

4. Haywood

Audi 90 quattro GTO

DTM 1990

 

1. Stuck

Audi V8 quattro

11. Röhrl

Audi V8 quattro

DTM 1991

 

1. Biela

Audi V8 quattro

3. Stuck

Audi V8 quattro

10. Jelinski

Audi V8 quattro

16. Haupt

Audi V8 quattro

D1 ADAC Super-Tourenwagen-Cup 1996

 

1. Pirro

Audi A4 quattro

5. Wendlinger

Audi A4 quattro

7.Vidali

Audi A4 quattro

9. Peter

Audi A4 quattro

Britische Tourenwagen-Meisterschaft 1996

 

1. Biela

Audi A4 quattro

7. Bintcliffe

Audi A4 quattro

Italienische Tourenwagen-Meisterschaft 1996

 

1. Capello

Audi A4 quattro

4. Muller

Audi A4 quattro

Australische Tourenwagen-Meisterschaft 1996

 

1. Jones

Audi A4 quattro

3. Murphy

Audi A4 quattro

Belgische Tourenwagen-Meisterschaft 1996

 

1. Hemroulle

Audi A4 quattro

7. Vosse

Audi A4 quattro

Spanische Tourenwagen-Meisterschaft 1996

 

1. Gene

Audi A4 quattro

4. Vinyes

Audi A4 quattro

Südafrikanische Tourenwagen-Meisterschaft 1996

 

1. Moss

Audi A4 quattro

2. Aberdain

Audi A4 quattro

© M.Pfarr

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Erstellt am 16.06.2001
Stand 14.01.2017

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